Robert Mapplethorpe

Mapplethorpe wurde 1946 in New York geboren und starb dort 1989. Er studierte Kunst am Pratt Institute in New York, arbeitete mit Undergroundfilmen und Bildhauerei. Ab 1972 wandte er sich verstärkt der Fotografie zu, meistens fotografierte er mit Sofortbildmaterial. Bald begann er Schwerpunkte auf die Portraitfotografie zu legen. Mapplethorpe beschäftigte sich zunächst verstärkt mit deutlich homosexuellen Sujets. Gleichzeitig entstanden viele klassische Portraits von namhaften Künstlern in immer ausgefeilterer Schwarzweißtechnik und zunehmend puritischer Gestaltungsweise. Ab 1978 kamen auch Blumenstilleben hinzu, die in ihrer Kargheit und Lichtführung an Bilder der Neuen Sachlichkeit erinnern. Eine Hinwendung zur Concept Art und zum Minimalismus wird deutlich. Seine Ausstellungen bewirken viel Bewunderung und Popularität, seine Männerakte, meist schwarze Modelle, rufen allerdings auch sehr viele Proteste politisch konservativer Kräfte in den USA hervor, bis hin zu Ausstellungsverboten. Mapplethorpe gilt als der Vertreter männlicher Aktfotografie, der wesentlich dazu beigetragen hat, daß dieses Sujet in den verschiedenen Bereichen der Fotografie selbstverständlicher geworden ist.
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